wandern mit kindern

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Velotour Zürich Neuburg an der Donau


Juli/August 2016
Diesen Sommer fuhren wir mit dem Veol von Zürich Richtung Donau. Wir haben uns nach einigen Bedenken fürs Zelten entschieden. Daher haben wir uns einen Veloanhänger gekauft. Er bietet Platz für zwei Zelte, alle fünf Schlafsäcke und Mätteli. So musste nur der 12 jährige Knabe Gepäck transportieren. Da wir keine Lust hatten, unsere Velos in den Zug zu verladen sind wir von zu Hause gestartet. Bei der Streckenwahl, haben wir in erster Linie auf sichere Fahrradwege geschaut.

1. Tag
Fahrt an den Rhein

von Zürich nach Flaach

ca. 45 km

schöner Veloweg der Glatt entlang zum modernen Campingplatz Raftz

2. Tag
zur Munotstadt
von Flaach nach Schaffhausen
ca. 22 km dem Rheinentlang zum schönen Campingplatz von Schaffhausen
3. Tag
Auf Umwegen nach Tengen
von Schaffhausen nach Tengen ca 35 km über Umwege nach Deutschland - Steigungen inbegriffen
4. Tag
von Tengen nach Tuttlingen ca 35 km steiler Anstieg zu einem historischen Übergang, unangenehmer Abstieg nach Vals
5. Tag
Das wilde Donautal
von Tuttlingen nach Hausen im Tal ca 28 km durchs wilde Donautal zu einem schönen aber überfüllten Zeltplatz
6. Tag
Freibad
Ruhe Tag 0 km Tag im Freibad von Tuttlingen
7. Tag
Zum Rinderwirt
von Hausen im Tal nach Sigmarsingendorf 24 km zuerst zum Schloss und dann in ein tolles Hotel
8. Tag
Flaches Land
von Sigmarinsgendorf nach Riedlingen 28 km das Land wird flach - wir fahren auf einen ruhigen Campingplat mit toller Feuerstelle
9. Tag
Badesee
von Riedlingen nach Rottenacker 30 km von einem kleinen Zeltplatz zum nächsten kleinen Zeltplatz
10. Tag
Ulm
von Rottenacker nach Ulm 42 km vom abgelegenen Badesee in die lebendeig Stadt
11. Tag
Legoland
von Ulm nach Günzburg 30 km schönes Freibad in Günzburg und wer will kann ins Legoland
12. Tag
Dreckig nach Dillingen
von Günzburg nach Dillingen 30 km tolle Burger in Dillingen (benedikts Metgorant)
13. Tag
Schönster Camping!
von Dillingen nach Donauwörth 36 km bedeutende Schlacht und wunderbarer Camping
14. Tag
Romantische Strasse

von Donauwörth nach Neuburg 37 km zum Schluss nochmals einige Hügel und eine beeidruckend grosse Donau
 
 
1.  Tag: Zürich Flaach 45 km (Steigung zwischen Eglisau und Steinkreuz)
 
Wir starten in Zürich. Bis wir aus der Stadt sind, passieren wir auch schon die gefährlichsten Strassen unserer gesamten 14 tägigen Velotour. In Zürich Nord treffen wir auf die Glatt  - Route vom Veloland Schweiz. Dieser uns schon bekannten Route folgen wir bis Rheinsfelden. An dieser Route gibt es einige schöne Picknickplätze. In Rheinsfelden treffen wir auf die Rheinroute. Dieser folgen wir bis Eglisau. In Eglisau verlassen wir die Rheinroute und überqueren den Rhein. Nun müssen wir den Hügel hoch, was mit all dem Gepäck sehr anstrengend ist. Via Chüehalden, Steinkreuz fahren wir nach Rüdlingen. Von dort ist es nicht mehr weit bis zum Campingplatz von Flaach. Hier stellen wir zum ersten Mal unsere Zelte auf und machen unsere ersten Erfahrungen als Camper. Dem Campingplatz ist eine Badi mit Rutsche angeschlossen, was den Kindern sehr gefällt. Auch konnten wir im Rhein schwimmen, wobei die Strömung nicht zu unterschätzen ist. Auf dem Campingplatz hat es auch einen kleinen Shop und ein modernes Restaurant. In der Nacht ziehen zwei starke Gewitter über uns weg. Was wir mehr oder weniger trocken überstehen.
 
2.  Tag Flaach Schaffhausen ca. 23 km
 

Nachdem wir die nassen Zelte eingepackt haben, fahren wir ins Dorf Flaach, wo wir eine Bäckerei finden. Hier gibt es feine Gipfeli.
Nun stossen wir wieder auf die Rheinroute. Leider folgt sie zwischendurch auch starkbefahrenen Strassen, was für Kinder nicht ideal ist. Beim Rheinfall hat es sehr viele Touristen. So machen wir etwas rheinaufwärts unsere Mittagsrast. Vom Rheinfall ist es nicht mehr weit bis nach Schaffhausen. Der tolle Zeltplatz von Schaffhausen befindet sich in Feuerthalen auf den Rheinwiesen. Er ist sehr schön gelegen. Auch hier schwimmen wir im Rhein. Die Strömung ist weniger stark. Fürs Nachtessen fahren wir nach Schaffhausen in die Gerberstube. Das Essen ist vorzüglich und die Kellner sind sehr kinderfreundlich. Eine Empfehlung! In der Nacht regnet es wieder und unser altes Zelt macht uns langsam Sorgen.

 
3.  Tag: Schaffhausen Tengen ca. 35 km

 
Wieder packen wir die nassen Zelte ein. Diese Nacht haben wir aber schon besser geschlafen und wollen uns den Spass nicht verderben lassen. Heute geht es nach Tengen. Leider haben wir uns verfahren… Wir fuhren zuerst nach Thayngen. Von dort aus weiter nach Gottmadingen. Dort am Höhenfreibad vorbei nach Erbingen. Dies immer auf sicheren Velowegen. Auf der weiteren Strecke haben wir uns verfahren und landeten schliesslich in Schlatt am Randen, das quasi oberhalb von Thayngen liegt. Hier in Schlatt am Randen beginnt es auch noch wie aus Kübeln zu regnen. Zum Glück können wir für eine Stunde in einem Buswartehäuschen unterstehen. Danach geht es den Berg runter nach Büsslingen. Von dort aus wieder steil hoch – nun scheint die Sonne wieder und es ist schwülheis – nach Tengen. Am Dorfrand liegt der grosse Familiencamping Hegau. Er bietet Badesee, Restaurant, Hallenbad, Hüpfburgen und noch vieles mehr. Wir bekommen einen schönen Platz in der Nähe des Badesees. Nicht weit vom Camping befindet sich auch ein Edeka, wo wir unser Nachtessen einkaufen.
4. Tag Tengen Tuttlingen ca. 36 km (200 Höhenmeter Steigung zu Beginn)
 

Nach einer trockenen Nacht verlassen wir das Kinderparadies Camping Hegau und brechen auf zur Donau. Schon nach zwei dreihundert Meter bricht eine Schraube der Deichsel unseres Anhängers und der Wagen knallt auf den Asphalt. Dank der Hilfe des Campingplatzgärtners können wir die Schraube ersetzen und uns mit Verzögerung auf den Weg machen. Gut zweihundert Höhenmeter sind auf den ersten paar Kilometern zu bewältigen. Oben angelangt machen wir Pause. Auch schieben ist streng! Nun fahren wir weiter auf einer Strasse mit nur wenig Verkehr hinunter nach Geisingen. Hier treffen wir auf den Donauradweg, dem wir von nun an folgen. Er ist für Familien mit Kindern sehr zu empfehlen. Er ist sehr gut beschildert und meist abseits des motorisierten Verkehrs. Es lohnt sich, das Radtourenbuch Donau Radweg mitzunehmen. In Immendingen staunen wir wie die Donau versinkt. Sie fliesst unteririsch zum Achtopf und von dort in Bodensee. Wir fahren dem leeren Flussbett nach bis nach Tuttlingen. Hier zelten wir im Donaupark. Der Zeltplatz ist für Radfahrer und Wanderer fast kostenlos. Wir zahlen fünf Euro Nutzungsgebühr für die Toiletten und Duschen. Uns hat es hier sehr gefallen. Am Abend besuchten wir das Thermalbad in Tuttlingen, wo es tollte Rutschen, ein kleines Fluss und Wellenbad sowie ein Thermalbereich hat, in dem es ruhig zu und her geht.
5. Tag Tuttlingen nach Hausen im Tal 28 km

Heute fahren wir durch das landschaftlich sehr schöne Donautal. Wir sehen imposante Burgen auf den Felsen, passieren eindrückliche Klosteranlangen und durchqueren malerische Städtchen. Wir bleiben stets auf dem Donauradweg, der wie immer gut beschildert ist. Einige Abschnitte sind nicht asphaltiert aber auch mit dem Anhänger problemlos befahrbar. In Hausen im Tal campen wir auf dem sehr schön gelegenen Campingplatz zwei Tage. Leider hat es von Samstag auf Sonntag sehr viele Leute. Sonntagnacht beginnt es auch noch zu regnen, was sehr viel Schmutz in die Sanitäreinrichtungen bringt.




6. Tag im Freibad Tuttlingen

Für heute haben wir einen Ruhetag geplant. Mit der Bahn fahren wir zurück ins hübsche Tuttlingen, wo wir einen Tag im schönen Freibad verbringen.


 
7.  Tag Hausen im Tal nach Sigmaringendorf ca. 24 km

Im leichten Regen packen wir unsere Zelte ein und machen uns auf den Weg Richtung Sigmaringen – stets dem Donauradwanderweg folgend. Zum Glück lässt der Regen rasch nach und wir sind erstaunlich schnell in Sigmaringen. Entlang der Strecke passierten wir sicher sieben Zeltlager von Jugendgruppen. Die Gegend hier ist landschaftlich schön und abseits von Verkehr und Industrie. In Sigmaringen gönnen wir uns eine Pizza. Es beginnt in Strömen zu giessen. So nehmen wir an einer Führung im Schloss Sigmaringen teil. Es wird mehr über die Grosstaten der Hohenzollern berichtet als geschichtliche Hintergründe beleuchtet. Nach der Führung geht es im leichten Sprühregen weiter nach Sigmaringendorf. Hier haben wir schon im Voraus zwei Zimmer beim Rinderwirt reserviert. Das Hotel und das Restaurant (super Flesch) sind sehr zu empfehlen. Wir geniessen insbesondere die tollen Badezimmer und die Fernseher.
 
8.  Tag Sigmaringendorf nach Riedlingen ca. 28 km
 

Erholt und gut genährt fahren wir vom Hotel wieder zum Donauradweg. Heute scheint die Sonne. Wir fahren heute nach Riedlingen. Das Land wird flach und wir kommen gut voran. Nachdem wir in Riedlingen ein Eis gegessen haben, fahren wir donauabwärts zur Radlerrast Vöhringerhof. Hier nächtigen mit uns nur zwei Paare und es ist angenehm ruhig. Wir können endlich unsere Zelte, Schlafsäcke und Mätteli trocknen. Die Kinder spielen mit einer Katze. Am Abend machen wir anlässlich zum Schweizer Nationalfeiertag ein Feuer, braten Würste und geniessen den lauen Sommerabend.
 
9. Tag von Riedlingen nach Rottenacker ca. 30 km

 
Nachdem wir vor dem Zelt gefrühstückt haben, fahren wir heute weiter bis nach Rottenacker. Wir folgen wie immer dem Donauradweg, der uns total überzeugt. Er ist gut beschildert und die Wegführung ist sehr kinderfreundlich. Im schmucken Munderkingen kaufen wir unser Mittagessen ein und essen im schönen Stadtpark. Danach radeln wir weiter nach Rottenaker. Hier verlassen wir den Radweg und fahren rechts zur Freitzeitanlage Heppenäcker mit Badesee, wo man auch zelten kann. Leider sieht es wieder nach Regen aus und dementsprechend ruhig ist bei diesem schönen See. Nachdem uns Schwäne vom Seeufer vertrieben haben, stellen wir unsere Zelte etwas oberhalb des Sees auf. Kurz nach sechs Uhr beginnt es zu regnen. Gemütlich essen wir unsere Resten im Zelt.


 10.  Tag Rottenacher nach Ulm ca. 42 km
 

Am Morgen lacht die Sonne ins Zelt und der See lädt zum Bade ein. Wunderbar erfrischt packen wir danach unsere immer noch nassen Zelte zusammen und gehen auf die Suche nach der nächsten Bäckerei. Wir werden erst nach 10 km in Ehingen fündig. In einem Cafe stärken wir uns für die Weiterfahrt nach Ulm. Wie immer dem Donauradwanderweg entlang geht es nun über flaches Land nach Ulm. Heute ist es recht warm. Verschwitzt kommen wir am Abend in Ulm an. Wir zelten auf dem Gelände des Ulmer Paddlervereins. Er ist gleich neben einem viel besuchten Biergarten gelegen. In der Nacht stolperten noch letzte Nachtschwärmer über unsere Zelte. Das Nachtessen assen wir in der Innenstadt im Ratskeller, der wie eine Touristenfalle aussieht, aber uns gut gefallen hat.
11. Tag Von Ulm nach Günzburg 28 km
 

Nach einer etwas lärmigen aber trockenen Nacht packen wir nach dem Frühstück unsere Zelte zusammen und fahren der Donau entlang nach Günzburg. Wir sind heute zügig unterwegs und sind schon am Mittag in Günzburg. Gleich am Fahrradweg liegt das schöne Waldfreibad von Günzburg. Wir machen es uns unter den schattigen Bäumen bequem und springen ins kühle Nass. Starker Regen ist für heute Abend angesagt. Wir entschliessen uns ein Hotel zu nehmen. Am Nachmittag checken wir ins Hotel Zettler ein. Wir sind nicht sehr begeistert. Die Einrichtung ist etwas heruntergekommen, das Personal macht Dienst nach Vorschrift. Das Hotel lebt vom nahen Legoland. In der Nacht beginnt es dann wie angekündigt kräftig zu regnen und wir sind froh ein Dach über dem Kopf zu haben.
12. Tag von Günzburg nach Dillingen 30 km
 
Am Morgen regnet es noch immer stark. Wir bleiben so lange wir können im Hotel. Danach warten wir in der Garage des Hotels bis es nur noch nieselt. Wir verlassen die Stadt. Der Radweg führt nun auf unbefestigtem Weg der Donau entlang. Überall hat es tiefe Pfützen. Im Nu sind unsere Velo und besonders unser Anhänger dreckverschmiert. Durch den Dreck kommen wir nicht wirklich schnell voran. Immerhin ist es angenehm kühl. In Gundelfingen machen wir in einem Bäckereicafe Rast. Gerade als wir wieder aufbrechen wollen, giesst es nochmals in Strömen. Zum Glück regnet es nur kurz und wir können bald darauf nach Dillingen aufbrechen. Auf dem Donau Camping stellen wir unsere Zelte auf. Auf dem Campingplatz laufen Kaninchen frei herum und lassen sich füttern. Die Kinder sind hin und weg. In Dillingen essen wir in Benedikts Metzgotrant. Wir fühlten uns sehr wohl und die Burger waren wunderbar! Zurück am auf dem Camping stellen wir fest, dass viele Radfahrer diesen Campingplatz ausgesucht haben. Es ist eng wie an einem gut besuchten Openair.
 
13. Tag Dillingen nach Donauwörth 36 km
 
Das Land ist flach und landschaftlich nicht besonders attraktiv. Dafür durchqueren wir historisch bedeutendes Gelände. Kurz nach Dillingen fahren wir nach Höchstädt. Hier und im nahen Blindheim erinnern einige Tafeln an die Schlacht von Höchstädt 1704. Mit dem Sieg der Engländer begann ihr Aufstieg zur Weltmacht. Weiter geht es nun durch Mais-, Zuckerrohr und Weizenfelder Richtung Donauwörth. Einmal kommen wir in eine kurzen Schauer. Später machen wir auf einem abgeernteten Weizenfeld ausgiebig Mittagsrast. Im schmucken Donauwörth übernachten wir auf einem der schönsten Zeltplätze dieser Tour. Die Kanuten sind sehr nett.
 
Nach einigem hin und hergefahre essen wir im Goldenen Hirsch zu Abend. Gutbürgerliches schwäbisches Essen wird uns serviert, dass uns gut schmeckt.


 
14. Tag Von Doanuwörth nach Neuburg 37 km
 
Das nächste Mal würden wir zwei Tage in Donauwörth verbringen. Die entspannte Stimmung auf dem Zeltplatz hat uns gut gefallen. Nun aber fahren wir nach Neuburg an der Donau. Der Radweg führt Teils der Romantischen Strasse entlang. Wir müssen zweinige Steigungen bewältigen. Unter anderem zum Schloss Leitheim, das auch ein (sehr schönes) Hotel ist. Heute ist es ungewohnt heiss. In Bertholdsheim machen wir in der kühlen Gaststube halt und versuchen uns an einer bayrischen Brotzeit. Weiter fahren wir Richtung Neuburg. Nach Steppberg wird der Fahrradweg umgeleitet. Im Wald geht es auf und ab und es wird zum Schluss unserer Fahrradtour noch richtig anstrengend. In Neuburg wird es dann wieder eng auf dem Zeltplatz. Dicht an dicht stehen die Zelte. Wir verbringen den Abend auf dem nahen Spielplatz.
 
Am nächsten Morgen fahren wir bei schönstem Sonnenschein zum Bahnhof, wo wir die beschwerliche Bahnreise nach Zürich via Ulm, Schaffhausen, Winterthur antreten.


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